Das Geschenk Isaaks

Der nächste Tag war dagegen schon fast ein wenig langweilig.

isaak

Wir fuhren gemütlich den „Isaak“ hinunter. Das Wetter hatte sich beruhigt als Georg plötzlich in seinem Kanu hektisch wurde. Er hatte die ganze Zeit die Angel ausgeworfen und einen Blinker geschleppt: „Uahh – ein Fisch!“
Da wir nahe am Ufer waren, konnte das Opfer schnell gelandet werden. Und dann ging die Männermemmenreihenfolge so:
Georg: „Ich habe ihn gefangen, aber ich mache ihn nicht tot!“
Frank: „Na gut, dann mache ich ihn tot, nehme ihn aber nicht aus!“

Mir blieb dann das Ausnehmen und die Zubereitung.  Habe ich erwähnt, dass jemand kochen können sollte? Gegenüber dem Gewaltakt vom gestrigen Tag fand ich meinen Part nicht sehr schwierig.
Am letzten Zeltplatz des „Isaak“ waren dann auch wieder mehrere Camper.

Unter anderem trafen wir zwei Frauen aus Amerika, die offenbar alles vorschriftsmäßig gemacht und nur Tütennahrung dabei hatten.

Unser Fisch in Alufolie brutzelte mit Zwiebeln und Knoblauch über dem Feuer und die Tütennahrungsexpertinnen rückten immer näher an uns heran.  Hier draußen sieht Attraktivität wohl etwas anders aus.
Kurz und gut, wie haben die Forelle dann gegrillt und die Nachbarinnen eingeladen. Das war nicht nur lustig, sondern auch lehrreich, weil das Paar schon einige Flüsse befahren hatte und viel zu erzählen hatte.
Außerdem konnten wir jetzt noch nicht wissen, welche Folge diese kleine Aufmerksamkeit haben sollte.

Aber bleiben wir am Ende des „Isaak“: Am nächsten Tag trennten uns die Wege etwas.

Georg und die beiden Tütenfrauen traute sich das kurze Stück Fluss am Ende des Sees zu. Ich war mir nach dem Dilemma am „Isaak“ überhaupt nicht mehr sicher und nahm mit Frank die Portage.
Der Vorsprung durch den Fluss ist eh nicht sonderlich groß. Das Kanu muss quasi nach der Biegung gelandet werden, denn kurz danach kommen die Wasserfälle, die unpassierbar sind.

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